Aktuelles

Alle Neuigkeiten im Überblick.

Ob neue Perspektiven in Diagnose und Behandlung oder aktuelle Ergebnisse aus der Forschung:

In diesem Bereich stellen wir ausgewählte Nachrichten und Presseartikel zusammen. Ältere Meldungen finden Sie im Archiv.


Typ-2-Diabetes kann verhindert werden

Typ-2-Diabetes hieß früher „Altersdiabetes“, weil er fast nur Menschen über 50 Jahren betraf. Inzwischen wird die Diagnose immer früher gestellt, vereinzelt sogar schon bei Jugendlichen. Einer Schätzung zufolge erkranken in Deutschland jährlich etwa 200 Kinder im Alter von 12 bis 19 Jahren an Typ-2-Diabetes. Eine Hauptursache ist die Adipositas (Fettleibigkeit), die inzwischen als häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter gilt. Wer krankhaftes Übergewicht hat, bewegt sich zumeist auch wenig. – Doch damit beginnt ein Teufelskreis, der in kurzer Zeit zu Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und erhöhten Blutzuckerwerten führen kann.

Dabei kann die Änderung gewohnter Lebensweisen Typ-2-Diabetes verhindern. Dies wurde mit einer finnischen Diabetes-Präventionsstudie bei 522 Menschen mit gestörter Glukosetoleranz eindrücklich belegt.


Volle geistige Leistungsfähigkeit trotz schwerer Hypoglykämien

„Good news“ nannten Psychiater des Joslin Diabeteszentrums die Testergebnisse zur geistigen Leistungsfähigkeit von Patienten mit Typ-1-Diabetes. Die erstmals auf der Jahrestagung der Amerikanischen Diabetesgesellschaft (ADA) 2006 in Washington vorgestellte Untersuchung prüfte den langfristigen Einfluss von schweren Hypoglykämien auf die kognitiven Fähigkeiten. Getestet wurden Patienten aus der 1993 abgeschlossenen Langzeitstudie DCCT (Diabetes Control and Complications Trial).


Inselzelltransplantation noch keine Praxisreife

Ein Durchbruch für die Inselzelltransplantation schien im Jahr 2000 erzielt. Damals meldete eine Arbeitsgruppe der kanadischen Universität Alberta in Edmonton, dass sieben Patienten nach Inselzelltransplantation kein Insulin mehr spritzen müssten. Der Erfolg wurde insbesondere auf eine kortisonfreie – als „Edmonton-Protokoll“ bekannte – Immunsuppression zurückgeführt. Allerdings blieben auch damit die Inselzellen nicht dauerhaft funktionstüchtig. Irgendwann mussten alle Empfänger wieder Insulin spritzen.